Webcams im Fediverse: So funktioniert unsere neue PeerTube-Instanz als unabhängiger Video-Uplink für Livestreams.
Viele unserer Kunden aus Tourismus und Freizeitwirtschaft arbeiten seit Jahren mit Webcams und Livestreams, die zuverlässig laufen und sauber in Website, Apps und Partner-Portale ausgespielt werden. Was in der Praxis oft fehlt: ein verständlicher Einstieg ins Fediverse und der konkrete Nutzen, ohne dass man sich erst durch neue Begriffe und Plattformlogiken kämpfen muss.
Wir haben dazu bereits erklärt, wie unser Content Hub um einen PeerTube-Uplink erweitert wird und warum das in Richtung digitale Souveränität und unabhängige Distribution sinnvoll ist. Dort ist auch die Grundidee beschrieben: Content Hub als Zentrale, PeerTube als Video-Uplink ins Fediverse, und Mastodon/Bluesky als Verteilerkanäle für Ankündigungen und Dialog.

Wir präsentieren die livspotting PeerTube Instanz #madeforlive
In diesem Artikel geht es jetzt um den nächsten, praktischen Schritt: unsere eigene PeerTube-Instanz und wie das livespotting-Prinzip dahinter funktioniert.
PeerTube ist im Fediverse der Video-Baustein. Das Entscheidende ist nicht „ein weiterer Videoplayer“, sondern die Eigenschaft, dass PeerTube föderiert: Kanäle können aus dem Fediverse heraus abonniert werden und Videos tauchen in Feeds auf – ohne dass alles an eine einzelne Plattform gebunden ist. 
Wir betreiben unsere PeerTube-Instanz auf unserer Streaming-Infrastruktur und planen sie als Teil unseres Produktions- und Distributions-Setups. Es geht dabei um stabilen Betrieb, planbare Ressourcen und saubere Auslieferung – nicht um ein Experiment. 
Unser Content Hub ist der Verteilerknoten: Livestreams und Videos werden zentral gebündelt und in Website, iOS/Android/Fire-TV-Apps und Partner-Portale verteilt.

Wichtig: Für unsere Kunden soll sich im Tagesgeschäft erstmal nichts ändern. Produktion läuft wie gewohnt, der Content Hub versorgt die bekannten Kanäle, und parallel spiegeln wir Videos auf PeerTube und spielen Teaser/Recaps über Mastodon und Bluesky aus.
Damit das in der Praxis funktioniert, haben wir das Setup so angelegt, dass jeder Kunde bei uns ein eigenes PeerTube-Konto bekommt.
1. Wir betreiben die Instanz und legen die Kunden an:
Wir starten mit einer ersten „Rutsche“ an Kunden und bauen das schrittweise aus. Ziel ist, dass nach und nach alle Content-Hub-Kunden in unserer PeerTube-Instanz angelegt werden. Der Hintergrund ist derselbe wie beim Content Hub: Reichweite auf mehreren Wegen erzeugen, ohne sich komplett von einer einzigen Plattform abhängig zu machen.
2. Jeder Kunde hat ein eigenes Konto
Aktuell managen wir das zunächst als „Managed Service“: Wir legen pro Kunde ein eigenes PeerTube-Konto an und halten die Architektur so vorbereitet, dass später bei Bedarf direkter Zugriff möglich ist (Login, eigene Uploads, Kanalpflege).
2.2) VOD ins Fediverse hochladen (PeerTube als Hosting)
Mit freigeschaltetem Login können Kunden eigene VOD-Inhalte hochladen und den Kanal selbst verwalten.
2.3) Selbst administrieren – wenn gewünscht
Wer Lust hat, kann mehr übernehmen (Kanalpflege, Playlists, Metadaten). Das ist kein Muss, aber wir bauen diese Option bewusst mit.
Wenn wir von „Restreaming ins Fediverse“ sprechen, meinen wir nicht „blindes Hochladen“. Der Anspruch ist eine kuratierte Videothek auf PeerTube mit Struktur (Kanäle, Playlists), sauberen Metadaten (Titel, Beschreibungen, Tags) und einer Optik, die auch beim Einbetten passt.
Außerdem ist PeerTube nicht nur Speicher, sondern auch Sender: durch die Föderation können Nutzer Kanäle abonnieren und Inhalte in ihren Feeds sehen.

Viele unserer Kunden sind bereits auf einzelnen Plattformen aktiv – nur nicht unbedingt verknüpft. Darum der einfache Prozess: Wenn ihr uns eure Mastodon-/Fediverse-Links (und gern auch Bluesky) schickt, verbinden wir das mit eurem PeerTube-Auftritt bzw. der Distribution, damit Ankündigungen und Profile sauber zusammenlaufen. (Bluesky sehen wir dabei als parallelen Verteilerkanal, auch wenn es technisch nicht zum Fediverse gehört.)
1.Föderation mit weiteren PeerTube-Instanzen
Sobald alle (oder der Großteil) unserer Kunden sauber in der Instanz angelegt sind, gehen wir den nächsten Schritt: stärkere Vernetzung mit anderen PeerTube-Instanzen. Das braucht Zeit, weil es technisch und organisatorisch sauber laufen muss.
2. Perspektive „Open Registration“ und Neustart als öffentliche Instanz
Wenn die Basis vollständig ist und stabil läuft, wollen wir die Instanz perspektivisch umstellen und öffnen. Das hängt an der Finanzierung: Aktuell ist das Projekt auf 24 Monate angelegt, mit Option auf Verlängerung auf 48 Monate.
Parallel dazu suchen wir einen Presenting-Partner, der den professionellen Betrieb der PeerTube-Infrastruktur mitfinanziert – sichtbar, aber ohne Tracking und ohne Datenvermarktung.

Finanziert werden dabei konkrete Betriebskosten wie Server/Storage/Backups, Traffic/Bandbreite, Monitoring/Sicherheits-Updates/Wartung und bei Bedarf Moderation/Workflows.
Als Gegenleistung gibt es u. a. einen Sponsor-Hinweis „Presented by …“ auf der PeerTube-Instanz und passende Sichtbarkeit im Fediverse-Kontext.
Wichtig: Das ist nicht als „Werbeprodukt“ gedacht. Es geht darum, offene Video-Distribution stabil zu betreiben, ohne Nutzerdatenvermarktung, Retargeting oder Tracker.
Wenn ihr bereits livespotting-Kunde seid und im Content Hub dabei seid: Meldet euch bei uns für euren PeerTube-Login und/oder schickt uns eure Mastodon-/Fediverse-/Bluesky-Links, damit wir das sauber verbinden.
Und wenn ihr (als Kunde oder Partner) Interesse habt, als Presenting-Partner aufzutreten: Schreibt an [email protected]. Wir schicken dann ein kurzes Partner-Sheet mit Laufzeit, Budgetrahmen und den konkreten Placements.

Alle wichtigen livespotting Links im Treelink. #madeforlive

Wir präsentieren die livspotting PeerTube Instanz #madeforlive




